| Philipp E. Kümpel |
Filmmusik in der Praxis - Musik ist das Gefühl zwischen Himmel und Erde. "Ich habe dieses Gefühl immer überall gesucht, auch bei vielen anderen Dingen im Leben. Am unglaublichsten ist es jedoch in der Musik, da es dort nur auf Schwingungen beruht, die in keiner Weise fassbar sind. So begebe ich mich immer wieder auf die Suche nach diesem Gefühl, auch und gerade im Film." Der Musikstil spielt dabei für Philipp E. Kümpel keine Rolle. Natürlich gibt es Meister dieses Gefühles wie Bach, Bruckner, Stravinsky oder auch Charles Ives, die ihn inspirierten, selbst Musiker zu werden. Der Weg führte ihn zunächst zum Kontrabass. Dieses Instrument, von dem schon Patrick Süskind in seinem Theaterstück "Der Kontrabass" schreibt: "Der Kontrabass ist das Fundament der Musik, auf dem alles fußt." , war für ihn der richtige Ausgangspunkt um in die Musik eindringen zu können.
Es gibt jedoch jenseits der Beobachtung für ihn keinen freien Ausdruck, ohne absolute Kontrolle über die Werkzeuge, die man einsetzt. So hat er Musik studiert und anschließend mit namhaften Dirigenten wie Prof. Justus Franz, Mistislaw Rostropowich und Valeri Gergiev gespielt. "Das musizieren mit Valeri Gergiev hat mich sehr beeinflusst. Er hat einmal das Orchester nur mit einem Streichholz dirigiert und mit dieser sparsamen Geste ein Maximum an Aufmerksamkeit und Spannung erzeugt. Genau jene kleine Geste ist es, die ich in meiner Musik immer wieder suche."Über seine Arbeit als Theaterkomponist, die mehrfach ausgezeichnet worden ist, unter anderem mit dem „Kunst und Kulturpreis-KuK, 2001" der Stadt Zeitz, kam er über Werbe- und Hörspielmusik schließlich zur Filmmusik. „Ich versuche das zu vermitteln, was Worte nicht können, wobei gerade Stille ein sehr wichtiger Teil der Musik sein kann, denn die Filmmusik ist immer ein Bestandteil der gesamten Tonebene, fügt sich zwischen Dialog und Sounddesign. Manchmal fühlen sich Komponisten wie Dolmetscher zwischen zwei Sprachen." In seiner Filmmusik kann er all die musikalischen Einflüsse und Erfahrungen wieder zusammenfließen lassen. Für sein assoziatives Komponieren und die Integration von U-, E- und Weltmusik im Kompositionsbereich, insbesondere bei Hybridproduktionen aus Orchester und MIDI, ist ihm der „Digital Media Award 2000" - Frankfurt 2000, verliehen worden. Philipp E. Kümpel hat so in den letzten Jahren zusammen mit seinem Partner Andreas Moisa diverse Filmmusikaufnahmen mit dem Filmorchester Babelsberg und dem SWR Rundfunkorchester Kaiserlslautern gemacht. „Ich versuche als Komponist dem Regisseur immer Musik anzubieten, die ihm so nie einfallen würde, um dem Film eine weitere Dimension geben zu können" Seine Erfahrungen als Filmkomponist gibt er als Dozent für Filmmusik und Musiktheorie am SAE Institut und an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy" an seine Studenten weiter. Aus dieser praktischen Lehrtätigkeit und vielen Gesprächen mit Filmkomponisten in Deutschland und Hollywood ist sein im PPV Verlag erschienenes Buch „Filmmusik in der Praxis" entstanden.
Die Hessische Allgemeine Zeitung schrieb am 18.Oktober 2003: "...ein erfahrener Filmkomponist".
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 24. August 2009 ) | ||



"Ich habe dieses Gefühl immer überall gesucht, auch bei vielen anderen Dingen im Leben.
Dieses Instrument, von dem schon Patrick Süskind in seinem Theaterstück "Der Kontrabass" schreibt:
"Das musizieren mit Valeri Gergiev hat mich sehr beeinflusst. Er hat einmal das Orchester nur mit einem Streichholz dirigiert und mit dieser sparsamen Geste ein Maximum an Aufmerksamkeit und Spannung erzeugt. Genau jene kleine Geste ist es, die ich in meiner Musik immer wieder suche."
unter anderem mit dem „Kunst und Kulturpreis-KuK, 2001" der Stadt Zeitz, kam er über Werbe- und Hörspielmusik schließlich zur Filmmusik.